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15.03.2010
Safepoint GVB: Anlaufstelle für Kinder in AngstGeraer Verkehrsbetrieb kennzeichnet seine Busse und Bahnen als "Safepoint" / Fahrpersonal vermittelt Hilfe für Kinder in Angst / Startschuss mit Sozialministerin Taubert Leuchtend rote, kreisrunde Aufkleber mit einem stacheligen Igel zieren die Busse und Straßenbahnen des Geraer Verkehrsbetriebes GmbH (GVB). Die an den Fahrertüren gut sichtbar angebrachten Symbole weisen die Fahrzeuge des GVB als „Safepoint“ aus – als Anlaufstelle für Kinder, die sich bedroht fühlen, Hilfe und Schutz suchen. In Anwesenheit von Thüringens Sozialministerin Heike Taubert startete GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke heute diese Gemeinschaftsinitiative mit dem Geraer Verein Kindergewaltpräventionsprojekte e.V., vertreten durch Projektleiter Mike Wolf. Gemeinsam mit der Ministerin und Schülern der BIP-Kreativitätsgrundschule Gera wurden die ersten „Safepoint“-Sticker an die Fahrzeuge geklebt. Heike Taubert informierte sich in Vertretung von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht über das Projekt; Lieberknecht ist Schirmherrin des bundesweit aktiven Vereins, der im Projekt „Sabaki“ auch Kurse zur Gewaltprävention für Grundschüler anbietet. „Ich unterstütze dieses Projekt voll und ganz, denn Kinder und Jugendliche dürfen in Gefahrensituationen nicht allein gelassen werden“, sagte Ministerin Taubert. „Als sichere Anlaufpunkte eignen sich die Fahrzeuge des Geraer Verkehrsbetriebes besonders, da sie in der ganzen Stadt anzutreffen und leicht erkennbar sind“, so Taubert weiter. Insgesamt 80 Busse und Straßenbahnen sowie seinen zentralen Kundenservice in der Heinrichstraße kennzeichnet der GVB nun als „Safepoint“. „Als Hauptverkehrsmittel für Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet, ist uns die Unterstützung dieses Projektes ein wichtiges Anliegen“, begründete GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke. Kinder, die sich von Erwachsenen oder Jugendlichen in den GVB-Fahrzeugen, auf der Straße oder im öffentlichen Raum verfolgt, bedrängt, genötigt oder auch nur unwohl fühlen, sollen in den „Safepoints“ Schutz und Zuflucht finden. Die Fahrer alarmieren über die GVB-Leitstelle dann die Polizei, die sich der Kinder annimmt und die Eltern informiert. „Alle Fahrgäste sollen sich bei uns sicher fühlen können. Wenn diese Aufkleber dazu beitragen, Konfliktsituationen zu lösen oder sogar zu vermeiden, helfen wir gern.“ Eigentlich bekräftigten die Igel-Sticker aus Sicht des GVB nur eine Selbstverständlichkeit: Bereits jetzt ist das Fahrpersonal angehalten die Polizei einzuschalten, wenn es zu Konfliktsituationen in den Fahrzeugen kommt oder wenn sich Reisende hilfesuchend an die Kollegen wenden. Die Aufkleber sprechen nun noch deutlicher die Zielgruppe der Kinder an. „Grundsätzlich sollte sich aber jeder Fahrgast an unsere Mitarbeiter wenden, der sich in unseren Fahrzeugen unsicher oder bedroht fühlt.“ Das GVB-Fahrpersonal werde regelmäßig zum Umgang mit solchen Konfliktsituationen geschult; im Zusammenhang mit der „Safepoint“-Initiative wurde eine zusätzliche Schulung zu den besonderen Anforderungen im Umgang mit verängstigten Kindern durchgeführt, so Gantzke. „Die Zusammenarbeit mit dem Geraer Verkehrsbetrieb ist eine große Chance, das Sicherheitsgefühl von Kindern in Gera zu erhöhen“, sagte Mike Wolf, „Sabaki“-Projektleiter beim Kindergewaltpräventionsprojekte e.V. „Die hohe Präsenz des GVB im öffentlichen Raum ermöglicht es uns, ein nahezu flächendeckendes Netz an „Safepoints“ im Stadtgebiet anzubieten. Dafür sind wir im Namen der Kinder sehr dankbar.“ Seit 2008 ist das Projekt in seiner jetzigen Form bundesweit aktiv, schulte in den Präventionskursen schon mehr als 2000 Grundschulkinder. In Gera konnten inzwischen rund 20 Unternehmen und Einrichtungen als „Safepoint“ gewonnen werden; der GVB ist der größte unter ihnen. <- Zurück zu: Aktuelles |








