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19.01.2012

„Ergebnis unserer guten Arbeit im Vorfeld“

Auslegungsfrist für Stadtbahnprojekt in der Wiesestraße endet mit relativ wenigen Einwänden von Betroffenen / Baurecht könnte noch 2012 vorliegen


Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen vom Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB) und den Planern von der ifp Management GmbH: Zum Stadtbahnprojekt in der Wiesestraße sind relativ wenige Einwände von Betroffenen eingegangen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ist am 17. Januar die letzte Frist verstrichen, um beim Landesverwaltungsamt in Weimar Einwendungen geltend zu machen. In der Behörde wurden bis dahin rund 70 Einwände vermerkt, darunter allein 30 von so genannten Trägern öffentlicher Belange, die zu allen größeren Bauvorhaben Stellung nehmen. „Das ist deutlich weniger als wir angesichts der Vielzahl der betroffenen Grundstücke erwartet haben“, so der Stadtbahn-Projektleiter beim GVB, Norbert Reinholdt. „Ich werte dies als Ergebnis unserer guten Arbeit im Vorfeld.“ In zahllosen Einzelgesprächen hätten Roland Rennert und sein Team vom beauftragten Planungsbüro ifp Management mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden über die Bauvorhaben gesprochen, für schwierige Situationen Einzellösungen gesucht und auch gefunden. „Das zahlt sich nun aus. Was wir im Vorfeld klären können, muss nicht im Planfeststellungsverfahren erörtert werden.“ Zum Vergleich: Sind in der Wiesestraße rund 175 Grundstücke von der Baumaßnahme betroffen, waren es beim Neubauvorhaben der Stadtbahnlinie 4 nach Langenberg nur rund 100, aber dort machten rund 80 Anlieger von ihrem Einwendungsrecht in der Planfeststellung Gebrauch. 

Alle Einwände und Stellungnahmen werden nun vom Landesverwaltungsamt Weimar geprüft. Im so genannten Erörterungstermin im Frühjahr werden alle Einwände abgewogen und wird im Beisein der Einwender darüber entschieden, ob sie berechtigt sind oder verworfen werden. Verläuft das Verfahren planmäßig, könnte noch 2012 Baurecht für das Projekt vorliegen, schätzt Reinholdt ein. Vorbehaltlich der Fördermittelfreigabe, könnte der Bau dann wie vorgesehen im Frühjahr 2013 beginnen, blickt Reinholdt voraus.

Zwischen 2013 und 2015 will der GVB in der Wiesestraße ein Nadelöhr für Straßenbahn und Autos beseitigen, indem er Straße und Schiene weitgehend voneinander trennt, ruhenden und rollenden Verkehr neu ordnet, die Trasse und Fahrleitungen erneuert. Die Haltestellen und –zugänge werden barrierefrei ausgebaut und auf Stadtbahnniveau angehoben. Vorgesehen sind Investitionen von rund 20 Millionen Euro, davon 75% aus Fördermitteln von Bund und Land.

 

 

 




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