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09.09.2009
Für mehr Sicherheit: Bahnen fahren tagsüber mit LichtUnaufmerksamkeit von Autofahrern ist häufig Grund für Zusammenstöße mit der Straßenbahn / Probleme mit falsch abgestellten Autos in Leipziger- und Wiesestraße Auch wenn eine Straßenbahn eigentlich auffällig genug sein sollte: Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen mit den bis zu 45 Meter langen Fahrzeugen oder können diese nur durch eine Gefahrbremsung der Bahn verhindert werden. Allein im ersten Halbjahr 2009 wurden beim GVB neun solcher Unfallereignisse gezählt, im 2. Halbjahr 2008 waren es sechs, berichtet der Betriebsleiter Straßenbahn Harald Berger. Nach dem Unfall hört der GVB immer öfter die gleiche Erklärung von den Autofahrern: „Wir haben die Bahn nicht kommen sehen“. Deshalb versucht der GVB, die Straßenbahnen „noch auffälliger“ zu machen: Testweise fahren die Straßenbahnen nun auch tagsüber mit Licht. Beim flüchtigen Blick in den Rückspiegel sollen die Fahrzeuge so besser wahrgenommen werden, hofft Berger. „Da die Fahrzeuge in den vergangenen Jahren deutlich leiser und auf den Ausbaustrecken viel schneller geworden sind, werden sie - gerade wenn sie sich von hinten nähern - leicht übersehen.“ Auch sei zu beobachten, dass Autofahrer die Bahnen schlicht „vergessen“ wenn diese auf separatem Gleis eine Weile im Verkehrsfluss neben ihnen herrollen, etwa an der Heinrichsbrücke oder in der Berliner Straße. Doch auch die Breite einer Straßenbahn einzuschätzen, scheint manchen Autofahrern schwer zu fallen. Gerade im ruhenden Verkehr kommt es immer wieder zu Berührungen zwischen den Bahnen und falsch abgestellten Autos. Unfallschwerpunkte waren die Wiesestraße und die Leipziger Straße, schildert Berger. Während in der Leipziger Straße inzwischen Markierungen aufgebracht wurden, die den Parkbereich für die Autos seitlich begrenzen, gibt es in der Wiesestraße einen solchen Streifen nicht. „Hier dient der so genannte Gleisbegrenzungsbord als Orientierung für die Autofahrer“, erläutert Harald Berger. „Neben der Schiene befindet sich ein Streifen hellerer Betonplatten, der durch einen Tiefbord (auch aus Beton) von der schwarzen Fahrbahn abgegrenzt ist. Wenn man also sicher gehen will, die Straßenbahn nicht zu behindern, sollte das Auto nicht über den schwarzen Fahrbahnbelag hinausragen.“ Dies betrifft oft die Rückspiegel nachlässig geparkter Autos, reicht aber bis zum Kotflügel schräg stehender Autos, die von der Bahn erfasst und beschädigt werden könnten. „Unsere Fahrer sind natürlich angehalten, solche Berührungen zu vermeiden. Doch gelingt das leider nicht immer“, weiß Berger. Beim Passieren der Engstelle müssen die Bahnen langsamer fahren, im schlimmsten Fall sogar anhalten und den jeweiligen Autobesitzer suchen. Das kostet Zeit für die Fahrgäste und sorgt für Staus für die anderen Autofahrer. „Wir bitten deshalb alle Verkehrsteilnehmer, auf die Belange des Nahverkehrs noch stärker als bisher Rücksicht zu nehmen“, so Berger. <- Zurück zu: Aktuelles |








