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16.11.2009
GVB bis 2030 für Bus und Bahn in Gera zuständigOtto-Dix-Stadt betraut GVB weiterhin mit ÖPNV-Leistungen / OB Dr. Norbert Vornehm und GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke unterzeichnen Vereinbarung Die Otto-Dix-Stadt Gera setzt in Sachen Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) auch in den nächsten 22 Jahren auf die Dienste der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB). Nachdem die entsprechende Vereinbarung alle parlamentarischen Hürden genommen hat, wurde sie am Freitag von Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm und GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke unterzeichnet. „Mit dieser Betrauungsvereinbarung, die bis Ende 2030 gilt, erhält der ÖPNV unserer Stadt eine sichere Perspektive“, sagte der Oberbürgermeister. „Den Fahrgästen garantieren wir den gewohnten Standard auch künftig in hoher Qualität und Effizienz.“ Er werte die Betrauung des GVB mit den Nahverkehrsleistungen in der Stadt Gera als Vertrauensbeweis seitens der Stadträte und der Stadtverwaltung, betonte Udo Gantzke. „Das ist der Lohn für die gute und engagierte Arbeit der gesamten Belegschaft in unserem Unternehmen“, freut sich der GVB-Chef. „Der Geraer Verkehrsbetrieb bietet den Bürgern einen modernen und ökologischen Nahverkehr von hoher Qualität und überdurchschnittlicher Verfügbarkeit. Die Betrauungsvereinbarung, die auch Maßstäbe und Ziele definiert, ist für uns Verpflichtung und Ansporn, auf diesem Weg weiterzugehen.“ Die neue vertragliche Grundlage für den Geraer ÖPNV hatte der Stadtrat am 8. Oktober beschlossen. Dem vorausgegangen war eine gründliche Analyse des GVB durch eine renommierte Wirtschaftsprüfgesellschaft, die das Unternehmen als wirtschaftlich sehr gut aufgestellt einschätzte. Mit der Betrauungsvereinbarung wird die bereits im Nahverkehrsplan der Stadt Gera und des Landkreises Greiz 2008–2012 enthaltene Entscheidung für den kommunalen ÖPNV im Gebiet der Stadt Gera bekräftigt. Linien und Tarife muss der GVB weiterhin in gewohnter Weise genehmigen lassen. So laufen im Sommer kommenden Jahres die Konzessionen für zehn Buslinien aus, die beim in Weimar ansässigen Thüringer Landesverwaltungsamt neu zu beantragen sind. Allerdings müsse die Behörde dabei die nun unterzeichnete Betrauungsvereinbarung berücksichtigen, machte Oberbürgermeister Dr. Vornehm deutlich.Diese verpflichte den GVB, das Verkehrsangebot in der Otto-Dix-Stadt mindestens auf dem aktuellen Niveau fortzuführen. Das bedeutet unter anderem die Beförderung der Fahrgäste im Linienverkehr mit Bussen und Straßenbahnen mit mindestens vier Millionen Fahrplan-Kilometern pro Fahrplan-Jahr, eine ortsfeste Infrastruktur für deren Betrieb und die Beförderung von Schülern. Überdurchschnittlichen Tarifänderungen muss der Stadtrat zustimmen. Zwar kann der GVB einen Teil der Leistungen an andere Unternehmen vergeben, muss aber mindestens 80 Prozent selbst erbringen. Kernpunkt der Vereinbarung ist, die hohe Nahverkehrsqualität in Gera auch weiterhin zu sichern. Dafür wurden entsprechende Kriterien erarbeitet, deren Erfüllung durch den GVB nachzuweisen ist. Qualität steht dabei obenan. Zu den Standards gehören die Zertifizierung des Unternehmens, Sicherheit, Pünktlichkeit, das Verknüpfen von Linien und Anschlüssen, die Betreuung der Fahrgäste, Umweltfreundlichkeit sowie das Beschwerde- und Störungsmanagement. <- Zurück zu: Aktuelles |








