Begleitung für Ältere und Behinderte bis August 2011 verlängert / Einsatz nun auch im Waldklinikum
Die MobilLotsen haben Erfolg: Seit März können diese kostenlosen Helfer für Fußwege oder Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln „gebucht“ werden, sie begleiten Körper- und Sinnesbehinderte, ältere oder auch vorübergehend hilfebedürftige Menschen von Haustür zu Haustür auf Freizeitwegen, zu Ämtern oder zum Arzt. Viele Stammkunden lassen sich inzwischen regelmäßig begleiten, der Zuspruch für das neue Angebot wächst, so die Bilanz der Projektpartner von Stadt Gera, Geraer Verkehrsbetrieb, ARGE, Otegau und dem Blinden- und Sehbehindertenverband am Mittwoch.
Aufgrund dieser positiven Resonanz hat die ARGE SGB II der Stadt Gera das Projekt um ein Jahr bis August 2011 verlängert. Und: Das Angebotsspektrum der MobilLotsen wird erweitert. Künftig sind sie zusätzlich auf dem Gelände des SRH-Waldklinikums eingesetzt.
„Wir planen bis 2012 umfangreiche Baumaßnahmen, die mit sich ändernden und provisorischen Zuwegungen verbunden sein werden“, erläutert SRH-Geschäftsführer PD Dr. med. Uwe Leder. „Angesichts der Anspannung, die viele Patienten in Krankenhäusern empfinden, lässt sich nicht alles über Schilder regeln, bedarf es auch persönlicher Ansprache und Hilfe.“ Schwerpunkt der MobilLotsen bleibt aber die Begleitung auf innerstädtischen Wegen, die Ermöglichung von Teilhabe am öffentlichen Leben für Ältere und Behinderte. Nur zwei der insgesamt zehn MobilLotsen sind jeweils am Klinikum im Einsatz: Am Parkhaus sowie am Standort 1 im Bereich der Notaufnahme weisen sie Patienten und Besuchern den Weg durch das mitunter schwer überschaubare Krankenhausgelände. Dass dieser Zusatzservice gebraucht wird, zeigt die Resonanz bereits in den ersten Wochen: Bis zu 60 Kontakte täglich zählte die Klinikleitung.