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27.05.2011
Rasengleis macht Trassenerneuerung komplettOffizieller Bauabschluss für das Stadtbahnprojekt „Hinter der Mauer“ / GVB modernisiert mit Fördermitteln von Bund und Land innenstadtnahen Trassenabschnitt der Linie 3 / Rasengleis sorgt für zusätzlichen Lärmschutz Im Beisein von Dr. Dieter Glück vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Hans-Jürgen Hummel vom Thüringer Verkehrsministerium und Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm wurde heute (27. Mai) die Stadtbahntrasse „Hinter der Mauer“ offiziell eröffnet. Seit Anfang April bereits profitieren die Fahrgäste vom neuen Komfort an der modernisierten und barrierefrei ausgebauten Haltestelle „Sorge/Markt“. Mit dem Verlegen des Rollrasens für das Rasengleis ist nun auch die Gleismodernisierung beendet und dieses Stadtbahnprojekt abgeschlossen. Rund 1,8 Millionen Euro investierte der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB) mit Fördermitteln des Bundes und des Freistaates Thüringen in den 230 Meter langen Abschnitt der Linie 3. Seit September letzten Jahres wurden die Haltestellen barrierefrei ausgebaut, die Bahnsteige angehoben, ein stufenloser Zugang für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geschaffen und die Gleisübergänge verbessert. Die aus dem Jahre 1984 stammenden Haltestellenhäuschen wurden saniert und dezent an das GVB-Design angepasst. Neue Sitzgelegenheiten, helle Informationsvitrinen, neue Fahrscheinautomaten und ein dynamisches Fahrgastinformationssystem runden die moderne Haltestellenausstattung ab. Von Grund auf erneuert wurden die Gleise zwischen Elsterforum und Straßenüberfahrt Steinweg. Die Fahrleitungen zwischen Clara-Zetkin-Straße und Johannisgasse wurden ebenfalls erneuert. Für den innenstadtnahen Trassenabschnitt „Hinter der Mauer“ setzt der GVB einmal mehr auf die Gestaltung als Rasengleis. Insgesamt verfügt Gera damit nun über rund 5,8 Kilometer dieser begrünten Gleise. Unter anderem finden sich diese in der Reichsstraße, der Heinrichstraße und der Straße der Völkerfreundschaft; zuletzt hatte der GVB 2008 in der Tinzer Straße einen 1,2 Kilometer langen Rasengleisabschnitt eröffnet. Doch nicht nur optische Gründe sprechen für diese „grünen Lebensadern“. Vor allem haben solche Gleiskörper positive Auswirkungen auf das Stadtklima und die Lebensqualität der Anwohner. So dämpfen die Rasengleise die Fahrgeräusche der Straßenbahnen deutlich, gerade in besiedelten Gebieten ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wohnqualität. Auch nehmen Rasengleise Staub aus der Luft auf, absorbieren Kohlendioxid und wandeln es in Sauerstoff um. So wirken sie wie eine natürliche Klimaanlage für die Stadt: Denn während sich Steine, Beton und Asphalt im Sommer aufheizen und die Wärme noch lange in der Nacht abstrahlen, geben Rasengleise Feuchtigkeit ab und kühlen dadurch die Stadtluft. <- Zurück zu: Aktuelles |










