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18.08.2010
Stadtbahnbau Hinter der Mauer beginnt am 3. SeptemberHaltestelle "Sorge/Markt" bis Ende des Jahres gesperrt / Grunderneuerung der Trasse und Ausbau als Rasengleis / Barrierefreie Gestaltung der Haltestellen und Zugänge / Erneuerung der Fahrleitungen zwischen Clara-Zetkin-Straße und Hausdurchfahrt / Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein Am 3. September beginnt der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB) mit den Bauarbeiten für das Stadtbahnprojekt „Hinter der Mauer“. Zwischen der Hausdurchfahrt in der Johannisstraße und dem Steinweg werden die Schienen erneuert und Rasengleis angelegt, Bahnsteige und Zugänge zur Linie-3-Haltestelle „Sorge/Markt“ barrierefrei ausgebaut. Außerdem werden die Fahrleitungen von der Hausdurchfahrt Johannisstraße bis in die Leipziger Straße (Abzweig Clara-Zetkin-Straße) erneuert. Spielt das Wetter mit, sollen die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der GVB investiert rund 1,8 Millionen Euro in dieses Stadtbahnprojekt; rund 1,3 Millionen davon werden aus Fördermitteln von Bund und Land gedeckt. „Die Haltestelle Sorge/Markt ist neben der Heinrichstraße unsere wichtigste und auch am stärksten frequentierte Haltestelle im Innenstadtbereich“, sagte GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke. „Insofern war es längst überfällig, diese auf Stadtbahnniveau auszubauen.“ Schließlich liege der etwa 230 Meter lange Trassenabschnitt Hinter der Mauer genau zwischen den bereits modernisierten Bereichen Heinrichstraße und Berliner Straße. „Nun können sich die Fahrgäste an diesem wichtigen ‚Tor zur Innenstadt’ auf den hohen Standard freuen, den sie auch von den anderen Stadtbahnhaltestellen des GVB gewöhnt sind.“ Das Vorhaben gliedert sich in zwei große Bereiche: Einerseits die Arbeiten an Gleisen und Fahrleitungen, andererseits den Ausbau der Haltestelle „Sorge/Markt“. Parallel zu den Arbeiten des GVB erneuert der Zweckverband Wasser/Abwasser „Mittleres Elstertal“ seine Kanäle. Im Bereich des Gleisbaus ist vorgesehen, die Trasse zwischen Elsterforum und Zschochernplatz von Grund auf zu erneuern und in weiten Teilen als Rasengleis anzulegen. Einerseits dient das der Erhöhung der Fahrsicherheit, da die 1984 eingebauten Schienen und Schwellen inzwischen derart verschlissen sind, dass der GVB in den vergangenen Monaten dort nur noch mit verminderter Geschwindigkeit fahren konnte. Andererseits haben Rasengleise eine lärmdämmende Wirkung und werten den bislang mit einem Schotterbett versehenen Trassenabschnitt optisch deutlich auf. Zudem sollen auch die Fahrleitungen zwischen Elsterforum und Berliner Straße erneuert werden. Großen Wert legt der GVB auf den barrierefreien Ausbau des Haltestellenbereichs „Sorge/Markt“. Die ebenfalls aus dem Jahre 1984 stammenden Haltestellenhäuschen und die dort eingemieteten drei Gewerbeeinheiten bleiben erhalten. Allerdings werden die Gebäude saniert und die Bahnsteige so angehoben, dass ein stufenloser Zugang für ältere oder behinderte Fahrgäste, aber auch Familien mit Kinderwagen entsteht. Die Zugänge zu den Bahnsteigen und den Haltestellenhäuschen sowie die Übergänge über die Gleise werden ebenfalls barrierefrei ausgebaut. Auch erhalten die Haltestellen ein modernes Fahrgastinformationssystem, wie es entlang der Stadtbahnlinie 1 bereits im Einsatz ist. Die Baumaßnahme beginnt am Freitag, den 3. September und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Während der gesamten Bauzeit kann die Haltestelle „Sorge/Markt“ nicht von der Linie 3 bedient werden. Für Fußgänger wird während der Bauarbeiten stets mindestens ein Durchgang zu den Bereichen Sorge und Markt passierbar bleiben. Am ersten Bauwochenende vom 3. bis 5. September sind umfangreiche Arbeiten zum Einbau der Bauweichen vorgesehen. Dies macht eine Vollsperrung der Strecke erforderlich. Der GVB richtet zwischen Heinrichstraße und Bieblach-Ost einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Die Bahnen der Linie 3 von Lusan/Zeulsdorf fahren dann ab Freitag, den 3. September gegen 20.30 Uhr ab Heinrichstraße weiter als Linie 1 bis Untermhaus. Die Linie 1 von Zwötzen endet in der Heinrichstraße; Fahrgäste Richtung Untermhaus steigen dort in die „verlängerte“ Linie 3 um. Details dazu gibt der GVB rechtzeitig bekannt. Ein solches Umbindewochenende ist bis zum Ende des Bauvorhabens noch weitere zwei Mal vorgesehen. Ansonsten wird der Straßenbahnverkehr während der Bauzeit eingleisig am Baufeld vorbeigeführt. <- Zurück zu: Aktuelles |








