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06.07.2009

Vandalen verursachen 2000 Euro Schaden

Unbekannte beschädigen drei Sitzreihen in einer Tatra-Straßenbahn / Geraer Verkehrsbetrieb erstattet Anzeige und bittet Bürger um Mithilfe


Ungewöhnlich hohe kriminelle Energie entwickelten am frühen Sonntagmorgen eine Gruppe Jugendlicher in einer Straßenbahn der Linie 3 von Bieblach-Ost nach Lusan. Im hinteren Wagen eines Tatra-Zuges rissen die Unbekannten zwei Doppelsitzreihen aus der Verankerung und bogen die Rückenlehne eines weiteren Sitzes mit Gewalt nach vorn. Dabei wurden auch die an den Seitenwänden angebrachte Heizungsanlage und sogar stabilere Karosserieteile des Fahrzeuges beschädigt, informierte Harald Berger, Betriebsleiter Straßenbahn beim Geraer Verkehrsbetrieb (GVB). Insgesamt schätzt das Unternehmen den Schaden auf rund 2000 Euro. Wie lange die Reparatur des Fahrzeuges dauern wird, ist noch unklar. Der GVB hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet und bittet auch die Bürger um Hinweise.

Denn wann und wie sich die Tat ereignete, ist ziemlich genau feststellbar. Am frühen Sonntagmorgen um 6:32 Uhr war der Fahrer der Straßenbahn der Linie 3 an der Wendestelle Bieblach-Ost zuletzt durch beide Wagen gegangen: Da war noch alles in Ordnung, schildert Berger. An der Haltestelle Berufsakademie sei eine Gruppe Jugendlicher in die ansonsten leere Bahn gestiegen und habe die Bahn am Park der Jugend wieder verlassen. Um 7 Uhr beim nächsten Rundgang durch das Fahrzeug in Lusan/Zeulsdorf bemerkte der Fahrer den Schaden, für den ungewöhnlich rohe Gewaltanwendung nötig gewesen sein muss.

„Immer wieder haben wir bei den Nachtfahrten an Wochenenden unter Vandalismus-Schäden zu leiden“, berichtet Lutz Schadwald, beim GVB zuständig für die Schadensregulierung. Zerschlitzte Sitze, beschmierte Fahrzeuge und Haltestellen, zerkratzte Scheiben und Fahrschein-Automaten sind an Wochenenden auf jenen Touren, die zumeist jugendliche Diskogänger nach Hause bringen, zur traurigen Normalität geworden. Der GVB erstattet bei jedem dieser Vorfälle Anzeige, bleibt aber auf den Kosten regelmäßig sitzen. „Hier befinden wir uns immer öfter in einem Zwiespalt“, so Harald Berger. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Geraer in den Abend- und Nachtstunden sicher nach Hause zu bringen. Gerne erfüllen wir dies auch durch Zusatzverkehre und Sonderfahrten zu Großveranstaltungen. Umso bedauerlicher ist es, wenn wir uns am Morgen danach mit Zerstörungen auseinandersetzen müssen.“




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