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Safepoint GVB: Anlaufstelle für Kinder in Angst

Mit leuchtend roten, kreisrunden Aufklebern mit einem stacheligen Igel sind die Busse und Bahnen des GVB als "Safepoint" gekennzeichnet. Die Sticker wurden in Zusammenarbeit mit dem Geraer Verein Kindergewaltpräventionsprojekte e.V. angebracht. An den Fahrertüren gut sichtbar angebracht, weisen die Symbole die Fahrzeuge des GVB als Anlaufstelle für Kinder aus, die sich bedroht fühlen, Hilfe und Schutz suchen. Der Startschuss für die Aktion erfolgte am 15. März 2010 in Anwesenheit von Thüringens Sozialministerin Heike Taubert. Schirmherrin des Safepoint-Projektes ist Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht.

Insgesamt 80 Busse und Straßenbahnen sowie der Kundenservice in der Heinrichstraße ist als „Safepoint“ gekennzeichnet. Kinder, die sich von Erwachsenen oder Jugendlichen in den GVB-Fahrzeugen, auf der Straße oder im öffentlichen Raum verfolgt, bedrängt, genötigt oder auch nur unwohl fühlen, sollen in den „Safepoints“ Schutz und Zuflucht finden. Die Fahrer alarmieren über die GVB-Leitstelle dann die Polizei, die sich der Kinder annimmt und die Eltern informiert.

Eigentlich bekräftigen die Igel-Sticker aus Sicht des GVB nur eine Selbstverständlichkeit: Das Fahrpersonal ist grundsätzlich angehalten die Polizei einzuschalten, wenn es zu Konfliktsituationen in den Fahrzeugen kommt oder wenn sich Reisende hilfesuchend an die Kollegen wenden. Die Aufkleber sprechen nun noch deutlicher die Zielgruppe der Kinder an. Grundsätzlich solle sich aber jeder Fahrgast an die GVB-Mitarbeiter wenden, der sich in den Fahrzeugen unsicher oder bedroht fühlt. Das GVB-Fahrpersonal wird regelmäßig zum Umgang mit solchen Konfliktsituationen geschult; im Zusammenhang mit der „Safepoint“-Initiative wurde eine zusätzliche Schulung zu den besonderen Anforderungen im Umgang mit verängstigten Kindern durchgeführt

Der Verein Kindergewaltpräventionsprojekte e.V. ist in seiner jetzigen Form seit 2008 bundesweit aktiv, schulte in Präventionskursen schon mehr als 2000 Grundschulkinder. In Gera konnten inzwischen rund 20 Unternehmen und Einrichtungen als „Safepoint“ gewonnen werden; der GVB ist der größte unter ihnen.

Weitere Informationen zum Projekt

Symbolischer Startschuss für das Projekt: Sozialministerin Heike Taubert, die Schüler Heidi Gammisch, Niklas Uhlemann und Alina Höhr von der BIP-Kreativitätsgrundschule Gera sowie GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke (v.l.) kleben den ersten „Safepoint“-Sticker an eine GVB-Straßenbahn.

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