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Fahrt aufnehmen: Beschleunigungsmaßnahme Wiesestraße

Das Projekt auf einen Blick

  • Ausbau Linie-3-Trasse in der Wiesestraße zwischen Karl-Marx-Allee und Gleisdreieck
  • Völlige Neuordnung des Verkehrsraumes
  • Weitgehende Trennung von Straßenbahn und Autos
  • Teilweiser Ausbau als Rasengleis
  • Anlegen von Parkflächen und Gehwegen
  • Barrierefreie Haltestellen mit Unterständen in Stadtbahnqualität
  • Geplante Investitionssumme: 20 Millionen Euro
  • Fördermittel von Bund und Land: 13 Millionen Euro
  • Geplante Bauzeit: 2013 bis 2015

Aktuelles zum Projekt

Bauplanung weit vorangeschritten

(11. November 2011)
Der Ausbau der Wiesestraße ist der ehrgeizigste Projektteil im aktuellen Stadtbahnprogramm des Geraer Verkehrsbetriebes (GVB). Die Bauplanung ist bereits weit vorangeschritten. Inzwischen hat das Planfeststellungsverfahren begonnen. Verläuft das Verfahren planmäßig, könnte bis Ende 2012 Baurecht für das Projekt vorliegen. Der Bau könnte im Frühjahr 2013 beginnen und im Herbst 2015 abgeschlossen sein. Vorgesehen sind Investitionen von rund 20 Millionen Euro, 13 Millionen Euro davon aus Fördermitteln von Bund und Land.

Mit dem Vorhaben will der GVB ein „Nadelöhr“ für Autos und Straßenbahnen beseitigen, indem Gleise erneuert und der Verkehrsraum neu geordnet wird. Ziel ist es, Straßenbahntrasse und Autospur so weit wie möglich zu trennen und die Parkflächen neu anzuordnen. Die Beseitigung von „Störfaktoren“ für den öffentlichen Nahverkehr erhöht den Fahrkomfort und die Fahrplansicherheit. Schwerpunkt der Arbeiten ist zudem der barrierefreie Ausbau der Linie-3-Haltestellen mit erhöhten Borden, modernen Fahrgastunterständen und dynamischen Haltestellenanzeigen.

Beim Stadtbahnprojekt Wiesestraße arbeitet der GVB eng mit dem Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME) zusammen. Der ZVME sitzt in den Startlöchern, um gemeinsam mit dem Stadtbahnbau die Trink- und Abwasserleitungen in der Wiesestraße zu erneuern; vorbereitende Arbeiten in den Nebenstraßen dafür laufen bereits. Immer wieder kommt es in der Wiesestraße zu Rohrbrüchen und Ausfällen in der Wasserversorgung, weil die noch aus den 1960er Jahren stammenden Trinkwasser- und Abwasserleitungen den heutigen Gegebenheiten nicht mehr standhalten können. Um die Wiesestraße nicht doppelt aufreißen zu müssen, sollen beide Großprojekte gemeinsam umgesetzt werden.

Gebaut wird entlang der Wiesestraße zwischen der Karl-Marx-Allee und dem Gleisdreieck an der Einmündung zur Nürnberger Straße. Vorgesehen sind drei Jahresscheiben von 2013 bis 2015, wobei jeweils nur von April bis Oktober gebaut wird. In der Winterpause stellt der GVB die Befahrbarkeit der Straße wieder her. Die Wiesestraße ist zu keinem Zeitpunkt komplett gesperrt. Vielmehr wurde das rund 2,3 Kilometer lange Baufeld in acht Abschnitte unterteilt, die jeweils nur wenige 100 Meter lang sind. Diese werden teilweise parallel in drei Bauphasen bearbeitet. So kann für die Anwohner und die Kunden der Geschäfte jederzeit die Zufahrt über die umliegenden Nebenstraßen gewährleistet werden. Die Baustelle „wandert“ vom nördlichen Ende der Wiesestraße (Bereich Spielwiese) nach Süden (Kreuzung Lusaner Straße/Uhlstraße). Über alle drei Baujahre verteilt wird zudem das Gleisdreieck Wiese-/Nürnberger-/Uhlstraße erneuert. Für den Straßenbahnverkehr auf der Linie 3 steht immer ein Gleisstrang zur Verfügung, so dass die Fahrgäste nur an wenigen Wochenenden mit Schienenersatzverkehr rechnen müssen.

Durch das Projekt wird der Verkehr in der Wiesestraße völlig neu geordnet, so dass sowohl die GVB-Fahrgäste als auch die Autofahrer schneller und sicherer vorankommen. Drei Abschnitte mit verschiedenen Verkehrsregelungen sind geplant:

  • Im nördlichen Teil zwischen der Spielwiese und dem Abzweig Ebertstraße werden sich Straßenbahn und Autoverkehr die Straße in beiden Fahrtrichtungen weiterhin teilen. An beiden Seiten sind jeweils Parkstreifen und Gehweg vorgesehen.
  • Im mittleren Teil zwischen der Ebert- und der Schenkendorfstraße teilen sich nur noch stadtauswärts Straßenbahn und Autos die Straße; am Fahrbahnrand entsteht zudem ein Parkstreifen. Stadteinwärts verlaufen die Schienen künftig auf einem Rasengleis, getrennt von der Straße. Die Autos erhalten daneben eine eigene Fahrspur. An beiden Straßenseiten sind Gehwege vorgesehen.
  • Im südlichen Teil zwischen dem Abzweig Schenkendorfstraße und dem Gleisdreieck erhalten in beiden Fahrtrichtungen die Autos eine eigene Fahrspur und die Straßenbahn ein Rasengleisbett. Auf der stadtauswärtigen Fahrbahnseite entsteht ein Parkstreifen und auf beiden Fahrbahnseiten Gehwege.
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