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10.02.2022

Fahrplananpassungen ab 21. Februar 2022

Pandemie bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Angebot im ÖPNV

Für die wirtschaftlichen Nachteile, die der GVB aus der Erbringung der bestellten defizitären Verkehre erwachsen, erhält sie von der Stadt Gera einen finanziellen Ausgleich. Der Ausgleichbedarf der GVB ist aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie jedoch sprunghaft angestiegen. Mit Beginn der Pandemie im März 2020 und der zeitweiligen Schließung von öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Museen und Theater blieb ein Großteil der Fahrgäste aus und die Einnahmen brachen weg. „Wir sahen uns plötzlich mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen von bis zu 60 Prozent konfrontiert“, sagt Thorsten Rühle, der Geschäftsführer der GVB. Im Durchschnitt lag der Fahrgastverlust im Jahr 2020 bei 23 und im Jahr 2021 bei 27 Prozent im Vergleich zum Vorpandemiejahr 2019. Mit den Auswirkungen der Pandemie haben alle Verkehrsunternehmen in Deutschland zu kämpfen. Um den Bestand des Nahverkehrs zu sichern, wurde in Thüringen am 3. September 2020 ein ÖPNV-Rettungsschirm beschlossen, um die Schäden im öffentlichen Nahverkehr im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Covid-19 auszugleichen. Auch im Jahr 2021 gab es einen Rettungsschirm. „Zum Zeitpunkt der Verabschiedung des städtischen Haushaltes und des Wirtschaftsplanes der GVB für das Jahr 2022 hielten jedoch viele die Pandemie für überwunden und von einem weiteren ÖPNV-Rettungsschirm sprach niemand. Im Oktober vergangenen Jahres hatten sich die Fahrgastzahlen zwar erholt, lagen aber immer noch 14 Prozent unter dem Vorpandemiejahr 2019. Wir rechnen damit, dass auch nach der Überwindung der Pandemie nicht alle Fahrgäste wieder zu uns zurückkehren.“, prophezeit Rühle. Ursache hierfür ist, dass sich das Nutzungsverhalten vieler Fahrgäste durch die Pandemie geändert hat. Einige sind auf andere Verkehrsmittel wie das Fahrrad umgestiegen, andere arbeiteten vom Homeoffice aus und nutzen den ÖPNV nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr. „Die GVB rechnet damit, dass die Fahrgastzahlen auch nach der Pandemie zunächst mit bis zu 10 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen. Der Fahrgastverlust und die gestiegenen Kosten verursachen ein zusätzliches Defizit in Höhe von 1,7 Mio. EUR.“, sagt Rühle. Um massive Angebotskürzungen im ÖPNV zu vermeiden, hat sich die GVB mit der Stadt daher dahingehend verständigt, selbst einen Beitrag in Höhe von 700.000 EUR zur Schließung der Finanzierungslücke zu leisten.

„Die Hälfte der Einsparungen werden wir durch einen rigiden Sparkurs im Unternehmen selbst umsetzen. Die andere Hälfte erbringen wir durch eine Umstellung des Angebotes. Dabei haben wir strikt darauf geachtet, dass möglichst wenige Fahrgäste Einschränkungen hinnehmen müssen, was sich aber nicht ganz vermeiden lässt.“, sagt der Geschäftsführer.

 

Übersicht der Fahrplanänderungen, gültig ab dem 21. Februar 2022

 

Straßenbahn Linie 1

 

Montag bis Freitag:    Beginn des 30-Minuten-Taktes bereits ab 19:30 Uhr statt 20:30 Uhr

Sonn- und Feiertag:   durchgehender 30-Minuten-Takt zwischen 13 und 19 Uhr

 

Straßenbahnlinie 3

 

Montag bis Freitag:    Die Fahrten um 07:59 Uhr ab „Lusan/Brüte“ in Richtung Bieblach-Ost und um 08:33 Uhr ab „Bieblach-Ost“ zum Betriebshof entfallen.

Die Fahrt um 08:38 Uhr ab „Bieblach-Ost“ verkehrt drei Minuten früher. Die Fahrt um 07:51 Uhr ab „Zeulsdorf“ fährt 5 Minuten später.

Der 7,5-Minuten-Takt beginnt 08.00 Uhr.

Samstag:                    Zwischen 09:00 und 16:00 Uhr gilt der 15-Minuten-Takt.

Buslinien

 

10, 11, 17:            30-Minuten-Takt zwischen „Reuß-Park“ und „Klinikum“ in der Zeit von 07:00 bis 18:00 Uhr;

Abschnitt „Klinikum – Frankenthal“ im 60-Minuten-Takt;

Abschnitt „Klinikum Hammelburg“ im 2-Stunden-Takt;

Abschnitt „Klinikum – Weißig“ im 2-Stunden-Takt

 

Linie 12:                Montag bis Freitag entfallen die Fahrten um 18:05 Uhr ab „Heinrichstraße“ und um 18:17 ab „Zschippern“.

 

Linie 14:                Montag bis Freitag Umstellung auf 2-Stunden-Takt;

erste Fahrt um 09:36 Uhr ab „Heinrichstraße“

 

Linie 15:                Montag bis Freitag letzte Fahrt um 19:30 Uhr;

                              Sonn- und Feiertag gilt der 2-Stunden-Takt

 

Linie 16:           An Samstagen entfallen die Fahrten um 07:14 Uhr ab „Zwötzen“ und um 07:21 Uhr ab „Liebschwitz“.

An Sonn- und Feiertagen gilt der 2-Stunden-Takt.

 

Linie 17:          Montag bis Freitag entfallen während der Schulzeit die Verstärkerfahrten zwischen „Leumnitz“ und „Heinrichstraße“.

Samstags 60-Minuten-Takt zwischen „Heinrichstraße“ – „Frankenthal“;

letzte Fahrt zwischen „Heinrichstraße“ und „Reuß-Park“ um 00:15 Uhr

 

Linie 18:                Montag bis Freitag entfallen die Fahrten zwischen 09:30 und 12:30 Uhr;

die Fahrt um 13:34 Uhr zwischen Großfalka und Kleinfalke entfällt.

                             Samstags entfällt die Fahrt um 07:44 Uhr von „Zwötzen“ und um 07:58 Uhr ab „Kleinfalke“.

 

Linie 19:                Montag bis Freitag durchgehender 60-Minuten-Takt

 

Linie 20:             Montag bis Freitag entfallen die Fahrten um 05:09 Uhr ab „Rubitz“ und um 20:39 Uhr ab „Fr.-Naumann-Platz“;

Verdichtung des 60-Minuten-Takts früh und nachmittags an Schultagen;

Samstag, Sonn- und Feiertag gilt der 2-Stunden-Takt.

 

Linie 24:             Montag bis Freitag entfallen die Fahrten um 20:42 Uhr ab Untermhaus und um 20:50 Uhr von der Haltestelle „Pasternakstraße“.

An Sonn- und Feiertagen startet die erste Fahrt um 12 Uhr in Untermhaus.

 

Linie 25:             Montag bis Freitag erfolgt eine zusätzliche Fahrt um 00:45 Uhr zum Bahnhof Zwötzen.

 

Linie 26:               Montag bis Freitag gilt der 60-Minuten-Takt. Die letzte Fahrt um 21:15 Uhr verkehrt nur bis Haltestelle „Gewerbegebiet Trebnitz“ statt „Kaufpark Bieblach-Ost“.

 

Die Fahrpläne sind unter www.gvbgera.de abrufbar.




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